Witte GmbH
Aktuelle Meldung

Smart heißt nicht immer auch sicher

04.10.2018

Foto: Sergey Nivens/shutterstock.com

 

Europäischer Versichererverband warnt vor Smart Home-Angeboten zum Selbsteinbau

Smart Home boomt weiter. Allerdings hat der europäische Versichererverband IE jetzt die Nutzen und Risiken der Systeme analysiert – und warnt explizit vor Do-it-yourself-Einbau.

Die europäischen Versicherer beschreiben in einem Positionspapier zahlreiche Schwächen aktueller Smart Home-Angebote, die auch immer wieder zur vermeintlichen Sicherung kleinerer Gewerbe eingesetzt werden.

Smart Home-Systeme sind "viel beworben und oft gewünscht", so titelte etwa die Stiftung Warentest in einer ihrer Ausgabe. Um dann zum Untersuchungsfazit zu kommen: "Schwach gegen Einbrecher. Keins der getesteten Systeme schneidet gut ab." Branchenprofis wissen: Smart ist definitiv nicht automatisch gleichzusetzen mit sicher. Polizei und VdS warnen seit Langem, dass die zunehmende Vernetzung nicht nur in vielfachen Störfaktoren resultiert, sondern auch in immer neuen Risiken.

Auch das Präventionsforum des europäischen Versicherer-Dachverbandes "Insurance Europe" analysierte jetzt das Boom-Thema. Bei Einbruchschadenzahlungen von fast einer halben Milliarde Euro pro Jahr allein durch deutsche Versicherer und immer neuen Schadenszenarien durch Internet-Angriffe haben die Versicherer besonderes Interesse an verlässlicher Schutztechnik. In einem aktuellen Positionspapier wägt der Verband Nutzen und Risiko des Einbruchschutzes aktueller Smart Home-Systeme für Endkunden wie Versicherer ab.

Vom Do-it-yourself-Einbau Abstand nehmen

Zusammengefasst werden Veröffentlichungen von Behörden und weiteren anerkannten Institutionen, darunter auch VdS, welche die Schwachstellen der Systeme klar beschreiben. Das sind unter anderem die übliche 1-Faktor-Authentifizierung (zu schwach), die unverschlüsselte Übertragung von Videodaten, keine Beschränkungen der Falscheingabe von Zugangsdaten, unsichere Interfaces und natürlich Apps.

"Die Versicherungsexperten wagen auch einen für die Sicherheitsbranche hilfreichen Ausblick in die Zukunft und fordern ihre Mitglieder in Europa auf, zu verhindern, dass sich bei den Versicherungsnehmern eine Scheinsicherheit einstellt. Wichtig für qualifizierte Errichter: Gerade vor Do-it-yourself-Einbau wird gewarnt", betont Sebastian Brose, Leiter des VdS-Produktmanagements im Geschäftsbereich Produkte und Unternehmen.

Ein Fazit des Positionspapiers: Die Versicherer als Meinungsbildner für Schadenverhütung sollen die Anwendung geeigneter Standards im Smart Home-Segment forcieren.

Quelle: Elektrobröse

Aktuelle Meldungen

zum Archiv

Mindestvergütung für Azubis ab 2020

Foto: Africa Studio/Shutterstock.com Bundeskabinett beschließt eine Mindestausbildungsvergütung für Lehrlinge und stimmt damit das Handwerk kritisch Der Mindestlohn für Auszubildende soll zukünftig staatlich geregelt...

Weiter lesen

Mindestlohn: Elektroniker können sich bald über mehr Geld freuen

Foto: pixabay.comZum 1. Januar 2020 soll der Mindestlohn für Elektroniker um 4,4 Prozent ansteigen und bis 2024 sogar jährlich erhöht werden Ursprünglich wurde der Mindestlohn im Elektrohandwerk am 1. Juni 1997 eingeführt....

Weiter lesen

Digitale Sprachassistenten

Foto: Zapp2Photo/Shutterstock.comWer interessiert sich für Alexa, Siri & Co.? Sprachassistenten gewinnen weiterhin an zunehmender Beliebtheit. Besonders für die Werbeindustrie sind die digitalen Assistenten von hoher...

Weiter lesen

4. Digitalsymposium des e-ThinkTank MITEGRO:

Digitale Transformation braucht analoges Handeln Unter dem Motto "Digitale Neuausrichtung durch analoges Handeln!" bringt der e-ThinkTank MITEGRO am 7. Mai 2019 im Berliner EUREF-Campus Hersteller und Großhändler der...

Weiter lesen