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Haushalte möchten mehr Erneuerbare Energien nutzen

20.12.2019

Foto: ESB Professional/shutterstock.comDurchbruch der Elektromobilität bis 2030 erwartet

Die Ergebnisse des KfW-Energiewendebarometers 2019 zeigen eine große Bereitschaft der deutschen Haushalte zur Beteiligung an der Energiewende. Die deutschen Haushalte wünschen sich eine nachhaltigere Energieversorgung: Rund 80 % wollen etwas an ihrer Energieversorgung verändern – und entweder mehr Energie sparen oder einen höheren Anteil Erneuerbarer bzw. selbst erzeugter Energien nutzen.

Bei der Nutzung von Energiewende­technologien gibt es durchaus Unterschiede. Diese sind momentan in ländlichen Regionen deutlich weiter verbreitet als in der Stadt. Zudem verfügen Wohn­eigentümer etwa dreimal häufiger über die betrachteten Energiewende­technologien als Mieter.

Heute verfügen nur rund 1 % der Haushalte über ein Hybrid- oder Elektroauto, allerdings plant jeder vierte Haushalt in den nächsten 10 Jahren ein Elektroauto zu nutzen. Dies lässt im nächsten Jahrzehnt eine große Dynamik bei der Elektro­mobilität erwarten. Da nur ein Viertel der Ladevorgänge an öffentlichen Ladesäulen erfolgt, ist auch ein entsprechender Ausbau der privaten Lade­infrastruktur erforderlich.

Derzeitige Nutzer von Elektroautos haben mehrheitlich Zugang zu grünem Strom und ersetzen zu 90 % Strecken, die sie sonst mit einem Verbrenner zurückgelegt hätten. Dies verspricht einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz im Verkehr.

Drei Viertel der Haushalte lehnen eine City-Maut ab. Der Ausbau von Tempo-30-Zonen wird hingegen von jedem zweiten Haushalt befürwortet, was eine positivere Einschätzung im Vergleich zu früheren Erhebungen darstellt. Auch eine generelle Ausrichtung auf Verkehrs­vermeidung wird mehrheitlich befürwortet. Insgesamt unterstreicht dies die Bedeutung von ganzheitlichen Verkehrs­konzepten, die auf die Bürger abgestimmt sind.

Die Hälfte der deutschen Haushalte will mehr erneuerbare Energien nutzen

Die Deutschen möchten sich auch mit Veränderungen im eigenen Haushalt an der Energiewende beteiligen. Das zeigen die Ergebnisse des Energiewendebarometers 2019 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die Deutschen befassen sich immer häufiger mit nachhaltiger Energieversorgung und möchten auch im eigenen Haushalt umweltfreundlich leben. Das belegt das aktuelle Energiewendebarometer der KfW (Ausgabe 2019). Rund 80 Prozent der deutschen Haushalte wollen demnach gern etwas an ihrer Energieversorgung ändern - um die Umwelt zu schonen, und um Kosten zu reduzieren.

Zwei Drittel der Deutschen wollen mehr Energie sparen

Fast zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) möchten in Zukunft deutlich mehr Energie sparen. Über die Hälfte (52 Prozent) würde beim eigenen Energiemix gerne mehr auf erneuerbare Energien setzen. Fast genauso viele (46 Prozent) der Bundesbürger möchten selbst zum Stromproduzenten werden und erstmals oder mehr Energie selbst erzeugen.

Doch nur wer weiß wie es gehen kann, wird auch tatsächlich aktiv. Rund 40 Prozent wünschen sich laut Energiewendebarometer deshalb mehr Informationen zu nachhaltiger Energieversorgung. Die gibt es zum Beispiel auf dem BMWi-Portal zum Thema Energieeffizienz "Deutschland macht´s effizient". Immerhin mehr als 34 Prozent der gesamten Energie wird in Gebäuden verbraucht. Den größten Teil davon macht das Heizen in privaten Haushalten aus. Viele Maßnahmen zum Energiesparen, zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am eigenen Energiemix und zur Eigenerzeugung von Energie fördert das BMWi zum Beispiel über die KfW. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, erklärt ein Energieberater im Vorfeld individuell für jeden Haushalt.

BMWi-Förderprogramme verhelfen zu Krediten und Zuschüssen

Die vom BMWi finanzierten KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm) verhelfen Haus- und Wohnungseigentümern, Eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften, Bauträgern, Kommunen, gemeinnützigen Organisationen und Gewerbebetrieben zu zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen.

Mit dem Marktanreizprogramm für "Wärme aus erneuerbaren Energien" (kurz MAP) fördert das BMWi zum einen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Zum anderen erhalten Unternehmen, Privatpersonen, Landwirte, Kommunen und andere über das KfW-Programm "Erneuerbare Energien – Premium" Zuschüsse. Eine vollständige Übersicht der Förderprogramme zum Thema Energie für private Haushalte ist hier zu finden.

Quelle: BMWi/KfW

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