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Handwerkskammern fordern Entlastung der Ausbildungsbetriebe

04.02.2020

Foto: ALPA PROD/shutterstock.com

Handwerksorganisationen schlagen Umlagelösung vor, mit deren Einnahmen die Kosten für eine Ausbildung gesenkt werden. Für eine signifikante Entlastung der Ausbildungsbetriebe machen sich die Handwerkskammer Cottbus und Dresden stark. Gemeinsam schlagen sie ein Umlageverfahren vor, um Betriebe die ausbilden, finanziell zu entlasten.

Ähnlich den Umlageverfahren zum Insolvenzgeld, dem Mutterschutz sowie der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, sei ein neues Solidarsystem notwendig, um die Duale Ausbildung für kleine Ausbildungsbetriebe attraktiv auszugestalten bzw. finanziell zu ermöglichen.

"Diese Umlage, die die ausbildenden Betriebe entlasten würde, wäre auch ein Zeichen der Wertschätzung. Gute Ausbildung kostet Geld. Die Gesellschaft profitiert davon", sagt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, betont: "Ausbildende Handwerksbetriebe übernehmen eine gesellschaftliche Aufgabe und große Verantwortung und bieten Jugendlichen eine berufliche Perspektive in der Heimat. Das stärkt die Regionen."

Auch der Zentralverband des deutschen Handwerks fordert, dass die Ausbildungsbetriebe z. B. bei den Sozialabgaben für Auszubildende entlastet werden. So äußerte sich ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber dem Handelsblatt: “Für die betriebliche Ausbildung in Deutschland sorgen maßgeblich Klein- und Kleinstbetriebe und nicht börsennotierte Unternehmen. 83 Prozent der Ausbildungsbetriebe in Deutschland zählen zur Betriebsgröße der Klein- und Kleinstbetriebe. Sie übernehmen damit nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern schultern auch erhebliche Kosten von im Durchschnitt 16.500 Euro für die Ausbildung eines Lehrlings. Regional verankerte kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks planen langfristig und sichern zudem die Versorgungsstrukturen vor allem auch in ländlichen und strukturschwachen Räumen. Sie tragen nicht zuletzt durch ihr Ausbildungsengagement zu sozialer und wirtschaftlicher Stabilität bei. Die Politik muss daher gerade diese kleinen und mittleren Betriebe von Bürokratie und Kosten bei der Ausbildung entlasten."
Konkret fordert er, Ausbildungsbetriebe bei den Sozialabgaben für Auszubildende zu entlasten. Für Azubis sollte seiner Meinung nach bei der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung dasselbe wie für Studenten gelten. Studenten sind bis zum 25. Lebensjahr zumeist über ihre Eltern kranken- und pflegeversichert.

Quelle: HWK Cottbus/ZDH

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