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Traumberuf Elektronikerin

13.03.2020

Das Elektrohandwerk zeigt am Girls'Day eine Berufswahl frei von Geschlechterklischees

Das Elektrohandwerk ist eine Branche mit Zukunft. Schließlich läuft schon heute gar nichts ohne Elektronik: Smartphones und Computer, Licht, Kühlschrank oder Heizung sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. In Zukunft wird Elektrotechnik noch weiter an Bedeutung gewinnen. Das E-Handwerk setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Frauen bei diesen Zukunftsthemen nicht nur mitreden, sondern auch mitgestalten können.

Deshalb öffnet das Elektrohandwerk am 26. März für den Girls'Day 2020 in ganz Deutschland die Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse, damit schon junge Mädchen die spannenden Ausbildungsberufe und Karrierewege kennenlernen. „Der Girls'Day ist eine tolle Sache. Ich finde es super, wenn mehr Mädchen und Frauen sich für das Elektrohandwerk interessieren – so habe ich meinen Traumberuf gefunden“, so Carina Harders, Meisterstipendiatin des E-Handwerks. Carina Harders hatte bereits mit 23 Jahren ihre Titel als Elektrotechnikermeisterin für Energie- und Gebäudetechnik und Betriebswirtin des Handwerks in der Tasche und ist heute Geschäftsführerin im elterlichen Betrieb Harders Lichtideen in Bad Zwischenahn. 

Mehr Informationen für mehr junge Frauen im Elektrohandwerk Erfreulich ist, der Anteil weiblicher Auszubildender in den E-Handwerken steigt, wenn auch auf niedrigem Niveau. So unterzeichneten für das Ausbildungsjahr 2019/2020 insgesamt 408 Frauen einen Lehrvertrag – 63 mehr als noch im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 18,3 Prozent.

Wie schon im Vorjahr entschied sich das Gros der weiblichen Bewerber (339) für eine Ausbildung zur „Elektronikerin Energie- und Gebäudetechnik“ (Vorjahr: 276) und damit für ein Segment, das aufgrund des Trends zu Smart Home, Energieeffizienz und Elektromobilität sowie vor dem Hintergrund der Energiewende zu den Wachstumsbereichen innerhalb der Elektrohandwerke zählt. Das zeigt, dass die Modellprojekte und Kampagnen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und jungen Frauen wie der Girls'Day Erfolg haben.

Doch hier ist noch Luft nach oben.  Denn obwohl junge Frauen in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung verfügen, wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Überproportional häufig wählen Frauen „typisch weibliche“ Berufe wie Friseurin, Hotelfachfrau oder Verwaltungsfachangestellte. „Vielen jungen Frauen fehlen Informationen zu technischen Berufen, deshalb ziehen sie diese bei der Berufswahl gar nicht in Erwägung“, erklärt Carina Harders: „Wenn ich Freundinnen erzähle oder zeige, was ich in meinem Berufsalltag so umsetze – Lichtkonzepte oder die Programmierung von Smart-Home-Systemen – finden sie das total spannend.“

Aufstiegsmöglichkeiten im Elektrohandwerk

Dadurch, dass Mädchen und Frauen sich bei der Wahl der Ausbildungen oder Studiengänge wegen vermeintlicher Geschlechterstereotype einschränken, verpassen sie Chancen auf interessante Berufe. Durch das Engagement beim Girls'Day fördert das E-Handwerk den weiblichen Nachwuchs im Handwerk und macht jungen Frauen den Weg frei für eine spannende Karriere. Denn, wie das Beispiel  von Carina Harders zeigt, ist  nach einer Ausbildung oder einem Studium muss noch lange nicht Schluss sein. Das E-Handwerk bietet vielfältige Karrierewege: Durch praktische Erfahrung als Profi im Betrieb aufsteigen, den Meistertitel machen, durch eine Weiterbildung die Karriereleiter emporsteigen oder noch ein Studium draufsatteln – das alles ist möglich.  

Quelle: ZVEH

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