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Neuordnung der Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk

28.08.2019

So könnten die neuen Ausbildungsberufe zukünftig aussehen

Neuordnung der Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk

Energiewende, Elektromobilität, Digitalisierung: Das Elektrohandwerk passt sich den Entwicklungen und dadurch entstehenden Anforderungen an. Nun sollen auch die Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk nachhaltig gestärkt und zukunftsfähiger gemacht werden. Wird der Antrag des ZVEH genehmigt, könnte ab 2021 nach der neuen Verordnung ausgebildet werden.

Hintergrund der Neuordnung

Treibende Kraft der Neuordnung ist vor allem die dynamische Entwicklung der Bereiche Energie sowie Digitalisierung. Aus diesem Grund, nahm der ZVEH die bestehenden Ausbildungsberufe genauer unter die Lupe. Dabei wurde geprüft, inwieweit sich Inhalte aus den neuen Wachstumsbereichen in die Ausbildung integrieren lassen.

Analyse und Entwicklungen der Ausbildungsberufe

So stellte sich bei der Analyse heraus, dass die zusätzlichen Inhalte zu umfangreich sind, um sie in die bislang existierenden Ausbildungsberufe einfließen zu lassen. Ein weiteres Argument waren die herangezogenen Auszubildendenzahlen. So zeigte sich trotz der kontinuierlich steigenden Auszubildendenzahl in den Elektrohandwerken (2018: + 4,2 Prozent), dass die Nachfrage nicht für alle Ausbildungsgänge gleich groß ist. Während beispielsweise die Zahl der Auszubildenden bei den Elektronikern der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik stark zulegte, ging sie im Bereich Informationselektronik sowie Systemelektronik zurück.

Die neuen Ausbildungsberufe

Der Elektroniker differenziert sich künftig nur noch in zwei Fachrichtungen: Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik. Dabei bleibt der Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik erhalten, ebenso der Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik. Bewährte Strukturen werden beibehalten, Themen aus den Bereichen Digitalisierung und Energiewende fließen jedoch in die Lerninhalte ein.

Mit dem Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration schafft der ZVEH einen Ausbildungsberuf, der den hohen Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, Rechnung trägt. Der zukünftige Ausbildungsberuf ist damit der erste im gesamten Handwerk, der vor dem Hintergrund der Digitalisierung geschaffen wurde.

Der Ausbildungsgang Systemelektroniker/in verschmilzt mit dem Elektroniker/in Fachrichtung Automatisierungstechnik zum Elektroniker/in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik.

Der zukünftige Ausbildungsberuf Informationselektroniker/in bündelt die Inhalte aus den bisherigen Ausbildungsberufen Informationselektroniker/in Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik sowie Schwerpunkt Bürosystemtechnik und dem Elektroniker/in Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik.

Quelle: ZVEH

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