Witte GmbH
Aktuelle Meldung

Mindestvergütung für Azubis ab 2020

16.05.2019

Foto: Africa Studio/Shutterstock.com

 

Bundeskabinett beschließt eine Mindestausbildungsvergütung für Lehrlinge und stimmt damit das Handwerk kritisch

Der Mindestlohn für Auszubildende soll zukünftig staatlich geregelt werden. So gelten für Ausbildungsverträge ab Januar 2020 eine Untergrenze von 515 Euro. Laut Gesetzentwurf erhöht sich 2021 die Vergütung im ersten Lehrjahr auf 550 Euro, 2022 auf 585 und 2023 auf 620 Euro. Auch im weiteren Verlauf der Ausbildung steigt der Mindestlohn – im zweiten Lehrjahr um 18 Prozent, im dritten um 35 und im vierten um 40 Prozent. Demnach ist im vierten Lehrjahr mit einer Ausbildungsvergütung von 868 Euro zu rechnen.

Bildungsministerin Anja Karliczek sprach von einer "ausgewogenen Mindestvergütung" für Verträge außerhalb der Tarifbindung. Nach ihren Angaben sind zwischen zehn und elf Prozent der Betriebe von der Mindestausbildungsvergütung betroffen.

Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte, mit den Plänen werde "gerade in Ostdeutschland und bei nicht tarifgebundenen Unternehmen" die Ausbildung attraktiver gemacht.

Viele Gewerkschaften gegen die Mindestvergütung

Die neue Reform steht bei vielen Gewerkschaften und Berufsverbänden in der Kritik. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sieht die neue Regelung weniger positiv und erklärt, dass die Höhe von Azubi-Vergütungen "allein Sache der Sozialpartner sein" sollte. Eine bundesweit einheitliche, staatlich festgelegte Mindestvergütung "wird der ganz unterschiedlichen Situation der Betriebe nicht gerecht". Besonders kleine Handwerksbetriebe in strukturschwachen Regionen könnten mit der neuen Mindestvergütung für Auszubildende belastet werden.

Auch die Gewerkschaft Verdi forderte Nachbesserungen bei der Höhe der Mindestausbildungsvergütung und des Geltungsbereiches.

Weitere Neuerungen

Neben der Azubi-Mindestvergütung, werden künftig auch klare Bezeichnungen für die berufliche Fortbildung eingeführt. Damit soll eine internationale Wettbewerbsfähigkeit der beruflichen Bildung gesichert werden. So werden es zukünftig die Fortbildungsabschlüsse "geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional" geben.

Außerdem soll noch mehr Azubis eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht werden, wie Geflüchteten und Menschen mit Behinderungen.

Quelle: www.ntv.de

Aktuelle Meldungen

zum Archiv

Gefahren durch schadhafte Elektroinstallationen im Altbau

Fotos: Thomas Skjaeveland und Yunava1/shutterstock.comAlte Leitungen können ein Sicherheitsrisiko sein Über 10 Millionen Wohnungen in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Und oftmals verbergen die Wände eine lauernde Gefahr:...

Weiter lesen

Neues Miele Store-Format

Foto: Ausschnitt aus YouTube Video Miele AmsterdamDigitale Erlebnisreise durch die Markenwelt In puncto Innovationen für Hausgeräte in Küche und Waschküche macht Miele kaum einer was vor, das hat allerhöchstes Niveau. Bekannt...

Weiter lesen

Angemessene Entschädigung für Handwerksbetriebe

Bild: industryviews/ Shutterstock.comDas Abwerben von ausgelernten Fachkräften könnte zukünftig mit einer Ablösesumme erfolgen Das Ausbilden von Nachwuchskräften kostet einen Ausbildungsbetrieb viel Geld. Umso ärgerlicher ist...

Weiter lesen

Umweltbonus für E-Autos bis Ende 2020 verlängert

Foto: baranq/shutterstock.comBundeswirtschaftsministerium verlängert die Kaufprämie für Elektroautos Laut Bundeswirtschaftsministerium wird die Kaufprämie für E-Autos bis Ende Dezember 2020 mit gleichen Fördersätzen...

Weiter lesen