Witte GmbH
Aktuelle Meldung

Gesetzliche Arbeitszeit wird verlängert

21.04.2020

Bild: pixabay.comSystemrelevante Berufe können in der Corona-Krise täglich bis zu zwölf Stunden lang arbeiten

In bestimmten Berufen soll die tägliche Arbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden ausgedehnt werden können. Das sagt die neue "COVID-19-Arbeitszeitverordnung", die Bundesarbeits- und Gesundheitsministerium vorgestellt haben. Mitarbeiter bestimmter Branchen sollen demnach über die bisherigen täglichen Arbeitszeiten hinaus und auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten dürfen. Die Verordnung setzt das geltende Arbeitszeitgesetz teilweise außer Kraft. Die Maßnahmen dürfen aber nur bis zum 30. Juni 2020 angewendet werden.

Betroffen sind Berufe

  • in der Produktion und des Handels von Waren des täglichen Bedarfs; der Produktion und dem Vertrieb von Medizinprodukten (vor allem solcher Produkte, die der Bekämpfung der Pandemie dienen),
  • der medizinischen Behandlung,
  • von Not- und Rettungsdiensten,
  •  der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung,
  • der Krankenpflege in stationären und ambulanten Bereichen,
  • der Energie- und Wasserversorgung sowie der Abfall- und Abwasserentsorgung,
  • der Landwirtschaft,
  • der Geld- und Wertpapiertransporte,
  • der Dateninfrastruktur und
  • der Tätigkeiten in Verkaufsstellen, die in den Ladenschlussgesetzen des Bundes bzw. in den Ladenschlussgesetzen der Länder beschrieben werden (z. B. Tankstellen).

Die Höchstarbeitszeit kann auf bis zu zwölf Stunden täglich – und gegebenenfalls darüber hinaus – verlängert werden, heißt es in der Verordnung. Das gelte aber nur, wenn es unumgänglich ist. Die Verlängerung sei nur erlaubt, "soweit entsprechende Arbeitszeitdispositionen nicht durch Einstellung oder sonstige personalwirtschaftliche Maßnahmen vermieden werden können." Ferner darf die wöchentliche Arbeitszeit im Regelfall nicht mehr als 60 Stunden betragen, sagt die Verordnung. Sie kann aber "in dringenden Ausnahmefällen auch über 60 Stunden hinaus verlängert werden". Auch hier die Einschränkung, dass "eine Überschreitung (nur) möglich ist, soweit der Arbeitgeber entsprechende organisatorische Maßnahmen vorab getroffen hat."

Auch die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verkürzt werden. Dabei darf eine Mindestruhezeit von neun Stunden jedoch grundsätzlich nicht unterschritten werden. Der Ausgleich soll nach Möglichkeit durch freie Tage stattfinden, und zwar bis zum 31. Juli 2020.

Quelle: handwerksblatt.de

Aktuelle Meldungen

zum Archiv

Nachhaltiges Handeln wird belohnt

Elektromobilität, Fotovoltaik, Stromspeicher: So können Elektro-Fachbetriebe steuerlich profitieren Damit Deutschland zum Leitmarkt für die Elektromobilität wird, beschloss die Bundesregierung über die bereits bestehenden...

Weiter lesen

Kurzarbeitergeld für Azubis

Das ist zu beachten Nahezu in allen Branchen melden Betriebe derzeit Kurzarbeit an. Das trifft auch viele Ausbildungsverhältnisse. Bekommen Azubis ebenfalls Kurzarbeitergeld? In bestimmen Fällen ist das möglich, wie die...

Weiter lesen

Auswirkungen im Elektrohandwerk bereits spürbar

Ergebnisse der ZVEH-Umfrage zur Corona-Krise Bei der im Februar 2020 vom ZVEH durchgeführten Frühjahrskonjunkturbefragung herrschte noch großer Optimismus. Mittlerweile wirkt sich die Corona-Krise jedoch auch auf die...

Weiter lesen

Witte GmbH setzt intelligente Software zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit ein

Flensburg, 13.04.2020Ab dem 06. Mai 2020 testet der Elektrogroßhandel Witte eine intelligente Sprachanalyse-Software von audEERING, dem bayerischen Innovationsführer auf diesem Gebiet.Die Software erkennt die Emotionen...

Weiter lesen