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Deutlicher Preisanstieg bei Strom für 2020 Strom befürchtet

16.10.2019

Foto: Irish_design/shutterstock.com

EEG-Umlage steigt im kommenden Jahr um rund 5,5 Prozent

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben mitgeteilt, dass die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2020 um rund 5,5 Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde steigt.

Ein Grund für den Anstieg ist unter anderem die Entwicklung des sogenannten EEG-Kontos. Dieses sei zwar zum 30. September mit 2,2 Milliarden Euro im Plus gewesen. Da der Kontostand aber rund 40 Prozent niedriger sei als im Vorjahr, führe dies zu einem Anstieg der EEG-Umlage.

Experten erwarten nun für Endverbraucher einen deutlichen Anstieg der Energiepreise – schließlich macht die EEG-Umlage rund ein Viertel des Gesamtpreises aus.

Die EEG-Umlage wird jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von gutachterlichen Prognosen bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht die ordnungsgemäße Ermittlung. Für 2019 lag die Umlage bei 6,405 ct/kWh.

Entwicklung des EEG-Umlagekontos

Nachdem die Umlage zuletzt zweimal in Folge gesunken war, steigt sie nun wieder an. Denn die zurzeit niedrigeren Ausschreibungsergebnisse kommen erst allmählich in der Umlage zur Geltung. Derzeit werden beispielsweise noch Windanlagen auf See in Betrieb genommen, die nach dem alten sehr hohen Vergütungsregime finanziert werden.

Erwarteter Zubau 2020

Für das Jahr 2020 rechnen die Übertragungsnetzbetreiber mit einem Zubau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen von knapp 5,6 GW und damit leicht unter dem Niveau des letzten Jahres von 5,8 GW. Der Gesamtzubau wird auch im kommenden Jahr von geringen Zubauerwartungen im Bereich der Windenergie gebremst.

Die erwartete Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien steigt um gut vier Prozent auf 226 TWh. Insgesamt prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2020 einen Gesamtzahlungsanspruch von Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,6 Mrd. Euro. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 9,0 Mrd. Euro für den erneuerbaren Strom gegenüber. Die EEG-Umlage deckt damit Förderkosten in Höhe von 24,6 Mrd. Euro.

Liquiditätsreserve als Absicherung gegen negative Kontostände

Wie in den vergangenen Jahren enthält die EEG-Umlage auch im kommenden Jahr eine Liquiditätsreserve, die als Absicherung gegen negative Kontostände (z. B. aufgrund eines stark sinkenden Börsenstrompreises) und gegen Liquiditätsrisiken, die aus der Abhängigkeit des Kontostandverlaufs von der jahreszeitlich schwankenden EE-Erzeugung resultieren. Die Reserve wurde von den Übertragungsnetzbetreibern im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte erhöht, um möglichen Risiken, auf die der sinkende Kontostand zum Stichtag am 30. September hinweist, vorzubeugen.

Quelle: Bundesnetzagentur

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