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Bitkom Umfrage beweist: Smart Home-Lösungen immer mehr gefragt

29.08.2018

Foto: Alexander Kirch/shutterstock.com

 

Jeder Vierte ist auf dem Weg zum intelligenten Zuhause

Die aktuelle Studie von Bitkom Research im August 2018 zeigt, dass die Vernetzung und Steuerung von Haustechnik, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik in Deutschland vorankommt. 

Deutsche Hersteller im Vorteil: Fokus auf Sicherheit & Datenschutz 

Licht und Heizung via Smartphone steuern, Haushaltsgeräte per Stimme bedienen oder die eigenen vier Wände mit intelligenten Überwachungssensoren sicherer machen: 26 Prozent der Deutschen besitzen mindestens eine Smart Home-Anwendung. Verbreitet sind vor allem intelligente Beleuchtung, Video-Überwachung und Sprachassistenten. Parallel nimmt die Bekanntheit von vernetzter Haustechnik in der Breite der Bevölkerung zu: 7 von 10 Bundesbürgern haben bereits vom Begriff Smart Home gehört (2016 waren es noch 61 Prozent).

Verbraucherwunsch: Alle smarten Geräte sollen miteinander kommunizieren können 

„Wir erleben gerade den Durchbruch des Smart Home und den Siegeszug der Sprachassistenten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg zur Vorstellung der Studienergebnisse im Vorfeld der IFA in Berlin. „Beim Smart Home geht es nicht um Technikspielereien, es geht um gesellschaftliche Veränderungen, die z. B. ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu Hause ebenso ermöglichen wie eine dezentrale, ressourcenschonende Energieversorgung. Aus wirtschafts- und standortpolitischer Perspektive wird es in den kommenden Jahren vor allem um die Frage gehen, wer die Smart Home-Plattformen betreibt.“

Großes Potenzial für Smart Home-Anwendungen

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger plant, sich in den nächsten zwölf Monaten eine smarte Anwendung für das Zuhause anzuschaffen. Besonders hoch im Kurs stehen Heizungsthermostate und intelligente Beleuchtung. Smarte Staubsauger und Gartengeräte sind ebenfalls gefragt. Beliebt sind auch Produkte, die das Wohnen sicherer machen, wie Video-Überwachung, Alarmanlagen und Schließanlagen. Jeder zehnte Bundesbürger will sich außerdem einen Sprachassistenten zulegen. „Das Smart Home verbreitet sich nach dem Schneeballeffekt: Was bei dem einen gut funktioniert, hält wenig später Einzug bei Freunden und Bekannten“, sagt Berg.

Technische Bedenken halten vom Kauf ab, können aber leicht gelöst werden

Befragte, die noch keine Smart-Home-Anwendung gekauft haben, äußern häufig technische Bedenken: 37 Prozent empfinden die Installation der Technik als zu aufwendig, ein Drittel hält die Bedienung für zu kompliziert und 36 Prozent geben an, dass die Geräte zu teuer seien. 27 Prozent halten den Nutzen für zu gering, während ein Viertel sogar Hacker-Angriffe fürchtet oder Angst um die Privatsphäre hat.

Rat vom Smart Home-Experten gewünscht

Viele Smart Home-Besitzer haben sich bei der Installation ihrer Haustechnik professionelle Hilfe vom Techniker, Handwerker oder Installateur geholt. Nur 9 Prozent geben an, die Lösungen selbst installiert zu haben.
Ein Drittel der Bundesbürger würde sich gerne Rat vom Experten holen und hätte Interesse an einer Beratung zum smarten Zuhause. Davon wären 59 Prozent bereit, für eine solche Beratung zu bezahlen. 

Männer legen Wert auf Sicherheit, Frauen auf Komfort

Ausschlaggebend für den Kauf von Smart Home-Produkten waren ganz unterschiedliche Gründe. Jeder Zweite wollte die Sicherheit im eigenen Heim erhöhen oder zusätzlichen Komfort und Lebensqualität. Mehr als ein Drittel wollte Geld sparen oder energieeffizienter leben. Bei den Kaufgründen zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während Männer vor allem Sicherheit, Sparen und Spaß an der Technik angaben, führten bei Frauen eher die Gründe Komfort und Lebensqualität und Energieeffizienz zum Kauf.

Smartphone ist primäre Steuerungszentrale, bekommt aber Konkurrenz

Die meisten Smart Home-Besitzer steuern ihre Anwendung über das Smartphone, das damit die Steuerungszentrale Nummer Eins im Smart Home ist. Deutlich aufgeholt hat in den letzten beiden Jahren der Sprachassistent, über den mittlerweile 37 Prozent ihre Geräte steuern. 2016 waren es erst 2 Prozent. „Sprachassistenten verbreiten sich rasant – und sie werden in immer mehr Geräte integriert“, sagt Berg. „In den nächsten Jahren werden wir Geräte zuhause wie selbstverständlich mit unserer Stimme steuern.“

Die Daten wandern häufig in die Cloud

Die gespeicherten Daten der Geräte wandern in den meisten Fällen in die Cloud. So geben zwei Drittel an, dass die Daten außerhalb des Hauses in einer Cloud-Anwendung des Anbieters gesichert werden. 7 Prozent geben an, nicht zu wissen, wo die Daten gespeichert werden. „Die Sicherheit der Geräte und der Schutz der erhobenen Daten sind zentrale Voraussetzungen für den Erfolg des Smart Home. Verbraucher sind gut beraten, bereits bei der Anschaffung der Geräte bewusst auf Sicherheits-Features zu achten“, sagt Berg.

Für eine Smart Home-Ausstattung würden Bewohner mehr Miete zahlen

Jeder zweite Befragte geht davon aus, dass Smart Home-Anwendungen in wenigen Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden. Am liebsten würden sie alle technischen Geräte in den eigenen vier Wänden miteinander vernetzen und zentral steuern. Für fast jeden Dritten werden bei der Entscheidung für die nächste Wohnung oder das nächste Eigenheim Smart Home-Anwendungen eine Rolle spielen. Fast jeder Fünfte wäre bereit, für Wohnungen mit Smart Home-Ausstattung mehr Miete zu bezahlen.

„Smart Home-Lösungen werden in deutschen Haushalten künftig so selbstverständlich sein wie Strom, Licht und fließendes Wasser“, sagt Berg. „Die Neugier und Offenheit für Smart Home-Anwendungen in der Bevölkerung ist da. Wichtig ist, dass wir über die Potenziale informieren, ein Maximum an Sicherheit schaffen und den Verbrauchern bei einem selbstbestimmten Umgang mit den neuen Technologien helfen.“

Quelle: www.bitkom.org

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